Oftmals wird von einem Therapeuten wie mir
erwartet, das Gefundene in eine schön klingende schulmedizinische
Bezeichnung mit "-ose" oder "-itis" am Ende zu
kleiden. Leider fällt das zu oft sehr schwer, denn die "gewünschte
Krankheitsbezeichnung" zeigt meist nur einen Teilaspekt des gesamten
Krankheitsbildes, das ja nicht nur aus Effekten, sondern auch aus einer
Vielzahl von Ursachen besteht. Oder der nächstliegende Begriff aus dem
schulmedizinischen Fundus ist einfach zu stark.
Aus diesem Grunde bin ich von solchen
Aussagen schon vor Jahren abgerückt, beschreibe meinen Patienten lieber
das Gesamtbild und mache Vorschläge zur Lösung. - "Das ist doch
keine richtige Diagnosestellung", höre ich hin und wieder. Aber
damit werden meine Patienten leben müssen...